WAS BRINGEN ERINNERUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT?

Der CDU Ortsverband 33 für Lövenich, Junkersdorf, Weiden und Widdersdorf lud den Bundestagsabgeordneten Dr. Philipp Lengsfeld nach Köln-Lövenich ein.

„Auf lange Sicht stärkt eine offene Erinnerungskultur ein demokratisches Gemeinwesen.“ (Dr. Philipp Lengsfeld, MdB)

Die Aufarbeitung der dunklen Seiten der DDR-Vergangenheit beschäftigt den Bundestagsabgeordneten Dr. Philipp Lengsfeld seit langer Zeit. In seiner Jugend kämpfte er für seine demokratischen Rechte und wurde vom damaligen Regime der DDR von der Schule ausgeschlossen und musste für ein Jahr ins Exil nach England gehen. Kurz vor dem Mauerfall kehrte er zurück und seither ist aktive und offene Erinnerungskultur einer seiner wichtigsten politischen Schwerpunkte.

Als Zeitzeuge behandelte Dr. Lengsfeld in seinem Vortrag über den Wert der Erinnerungskultur für die Demokratie u. a. die Fragen:

Was lernen wir aus der Vergangenheit für unsere Zukunft? Wie sehr verdrängen wir frühere politische Fehler und daraus entstehenden Fehlentwicklungen, die bis in die Gegenwart reichen? Tun wir genug, um unsere Demokratie zu verteidigen?

Sein Fazit: „Für eine Demokratie ist es entscheidend, offen mit der Vergangenheit in all ihren Facetten umzugehen.“ Gespräche mit Zeitzeugen sowie die Pflege „authentischer Orte“ (wie beispielsweise das Kölner EL-DE-Haus, die ehemalige Gestapo-Zentrale) sind dabei von enormer Wichtigkeit.

Die Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Heribert Hirte („Die deutsche Asylpolitik ist auch eine Antwort auf die eigene, nationalsozialistische Vergangenheit“) und Dr. Georg Kippels (“Geschichtsbücher sind bei weitem nicht wirksam wie die gelebten und geschilderten Erfahrungen von Zeitzeugen“) schlossen sich den Ausführungen ihres Kollegen Lengsfeld an beteiligten sich intensiv an der anschließenden Diskussion mit den zahlreich erschienenen Kölner Bürgern.

Pressemitteilung OV 33 - 10.03.2016