Überlegungen zum Stadion-Ausbau brauchen ein solides Fakten-Fundament

Wichtig ist die Leistung auf dem Platz. Aber auch das Drumherum muss stimmen. Daher ist es nur verständlich, dass der 1. FC Köln frühzeitig die Debatte um einen Aus- oder Neubau des RheinEnergie-Stadions angestoßen hat.

2014 Kienitz avaNiklas Kienitz„Eine ehrliche Diskussion über die Zukunft des RheinEnergie-Stadions braucht allerdings auch ein solides Fakten-Fundament“, sagt Niklas Kienitz, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses: „Bereits jetzt sind die Infrastruktur und die Belastungen für das Stadion-Umfeld am Limit. Daher müssen wir genau schauen, ob eine Erweiterung von rund 50.000 auf bis zu 75.000 Plätze überhaupt darstellbar wäre. Die Verwaltung muss uns einen Kompass an die Hand geben, mit dem wir sehen, ob die Ausbaupläne in eine Sackgasse oder auf die Erfolgsspur führen.“

Darauf zielt die gemeinsame Anfrage von CDU und Grünen für die nächste Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ab. „Wir wollen frühzeitig Klarheit darüber, ob und was am RheinEnergie-Stadion verändert werden könnte. Erst wenn wir die rechtlichen Rahmenbedingungen klar haben, können Entscheidungen getroffen werden“, sagt Kirsten Jahn, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Grünen-Ratsfraktion: „Uns ist wichtig, dass ein eventueller Ausbau mit dem Landschafts- und Denkmalschutz vereinbar ist, dass die Zunahme des Lärms und des Verkehrs für die Anwohner*innen erträglich und genehmigungsrechtlich überhaupt darstellbar sind. Erst dann lässt sich wirklich fundiert über das Für und Wider eines Ausbaus diskutieren."

Foto: Marco Verch - Rheinenergiestadion Köln, CC BY 2.0, Link