Christlich Demokratische Union Deutschlands
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09.07.2010
CDU-Fraktion beantragt im Rat bedarfsgerechte Betreuung
schule-schlieben
Qualitätssteigerung in der Offenen Ganztagsschule


Ausgangslage:

In der Schul- und Betreuungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen stellt das Angebot der Offenen Ganztagsschule für Kinder im Grundschulalter das Regelangebot in der Nachmittagsbetreuung dar.

Mit dem Ziel eines generellen Systemswechsels hat der Rat der Stadt Köln in seiner Sitzung am 22.08.2006 beschlossen, die bestehenden Horte mit der Zielsetzung eines offensiven Ausbaus und einer stetigen Qualitätssteigerung der Offenen Ganztagsschulen langfristig durch schulische Ganztagsangebote zu ersetzen.

Zwischenbilanz:

Bereits in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 26.01.2010 hat die CDU-Fraktion festgestellt, dass das Angebot der Offenen Ganztagsschulen lt. den Erfahrungswerten der in diesem Bereich tätigen Jugendhilfeträger nicht allen Kindern die erforderliche bedarfsgerechte Betreuung bieten kann.

„Insbesondere für Kinder aus anerkannten sozialen Brennpunkten und Stadtteilen mit besonderem Jugendhilfebedarf ist eine adäquate Förderung bei den derzeitigen Rahmenbedingungen nicht gewährleistet“ urteilte Dr. Nils-Helge Schlieben, der jugendpolitische Sprecher der Fraktion seinerzeit.

Daher stellte die CDU-Fraktion in der Januar-Sitzung den Antrag, ein Konzept zu entwickeln, in welchem Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der offenen Ganztagsbetreuung an den Kölner Grundschulen beschrieben werden und die Situation von Kindern mit speziellem individuellen Förderbedarf eine besondere Berücksichtigung findet.

Nachdem der Antrag einstimmig angenommen wurde, hat eine von der Verwaltung eingesetzte Arbeitsgruppe das beauftragte Konzept nunmehr in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 06.07.2010 vorgelegt.

„Das Konzept beschreibt mit einem Mehrbedarf von rd. 10.625.000 € den „ganz großen Wurf“ zur Optimierung der Betreuung im Offenen Ganztag. Dessen vollständige Umsetzung ist mit Blick auf die desolate Haushaltslage der Stadt Köln derzeit jedoch leider völlig illusorisch“ so Winrich Granitzka, der Vorsitzende der CDU-Fraktion.

Resümee:

„Meine Fraktion fühlt sich den Kindern mit besonderem Förderbedarf und ihren Familien nach wie vor verpflichtet und hat deshalb einen Antrag für die Ratssitzung am 13.07.2010 gestellt, in dem die Umsetzung bedarfsgerechter Betreuungsangebote Schritt für Schritt – im Rahmen eines Stufenmodells – gefordert wird“ erläutert Granitzka die neuerliche Initiative seiner Fraktion.

Bei Umsetzung des Antrages würde zum 01.08.2010 die Einrichtung von 20 Betreuungsgruppen – orientiert an den Sozialräumen Kölns – erfolgen, um den akuten Betreuungsnotstand der Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf, die zum Schuljahresbeginn 2010/2011 nicht in Hortgruppen oder altersgemischten Gruppen betreut werden können, aufzufangen.

„Ich hoffe auf die Unterstützung der anderen Ratsfraktionen, damit benachteiligten Kindern der Start in eine geregelte Schullaufbahn ermöglicht wird“ so Granitzka abschließend.

Hier finden Sie den Dringlichkeitssantrag der CDU-Fraktion in der Ratssitzung am 13. Juli 2010.


gez. Stefan Götz
Fraktionsgeschäftsführer
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