SPD opfert bestehende Konzepte für opportunistische Ideen

Mit einer Abkehr von den demokratischen Gepflogenheiten der Bezirksvertretung, langfristige Entwicklungsfragen des Stadtbezirkes Kalk nur auf einem breiten bürgerlichen Fundament aufzubauen, haben die Sozialdemokraten gegen die Stimmen von CDU und Grünen am letzten Donnerstag ihren Showantrag „Ein Plan für den Kölner Osten: Wohnungsbau statt Autostau“ in der Bezirksvertretung durchgesetzt.

Die Forderung der SPD, den sanierungsbedürftigen Autobahnzubringer in Neubrück an die Stadt Köln zu übereignen, beinhaltet unkalkulierbare finanzielle sowie unbeantwortete und unberechenbare verkehrstechnische Risiken. Die CDU Kalk glaubt nicht, dass mehr Bürger und entsprechend mehr Verkehr in Kombination mit weniger Infrastruktur und weniger Grünflächen der richtige Ansatz für ein lebenswertes Kalk ist.

Unverständnis äußerte der Fraktionsgeschäftsführer der CDU Kalk, Philipp Hoffmann: „Es ist völlig unverantwortlich, dem Bürger zu suggerieren, dass solche Luftschlösser für die Entwicklung des Stadtbezirkes positiv wären. Was wir brauchen, sind zukunftsgerechte und vor allem realistische Konzepte für den gesamten Stadtbezirk.“ Es ist nicht nachvollziehbar, warum schon lange bestehende Planungen wie die „Integrierte Raumanalyse Köln-Ost“ jetzt einfach über Bord geworfen werden, anstatt diese als Maßstab zu nehmen und die bereits investierten Steuergelder sinnvoll zu nutzen. „Nicht realisierbare und unausgegorene Forderungen fördern nur die Politikverdrossenheit“, so Stadtbezirksvorsitzender Gero Fürstenberg.

Wohnungsbau ist in ganz Köln wie auch im Stadtbezirk Kalk dringend notwendig. Eine verantwortungsbewusste Stadtplanung muss jedoch auch an die zukünftigen Generationen denken und darf nicht aus reinem Opportunismus neue Betonwüsten schaffen. „Einmal geopferte Grünflächen kommen nie wieder zurück. Aus diesem Grund stehen wir hinter der „Integrierten Raumanalyse Köln-Ost” und kämpfen auch weiterhin für den Erhalt der rechtsrheinischen Grünzüge”, so Philipp Hoffmann.

Die Kalker CDU steht für eine nachhaltige Sicherung von Erholungsräumen für Bevölkerung und Natur. Wir stehen nicht für blinde Bauwut. Die Lebensqualität der Bürger hat für uns oberste Priorität.

Empört zeigte sich der Stadtbezirksvorsitzende Gero Fürstenberg am Rande der Bezirksversammlung über die Diskussionskultur der SPD, allen nicht zustimmenden Fraktionsvertretern mangelndes Verantwortungsbewusstsein vorzuwerfen. „Ich glaube nicht, dass die SPD die Weisheit mit Löffeln gefressen hat, sondern dass wir nur auf einem breiten bürgerlichen Bündnis die besten Konzepte für unseren Stadtbezirk entwickeln können. Die CDU Kalk ist immer diskussionsbereit und verbietet anderen nicht ihre Meinung.“

            

Der Vorsitzende