Für mehr Sauberkeit müssen Zuständigkeiten reduziert und eindeutig geklärt werden

„Warum sieht Köln eigentlich so unordentlich aus? Sicherlich auch, weil zu viele Akteure beim Thema Sauberkeit mitmischen“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Petelkau: „Mit unserer Anfrage zur Pflege des öffentlichen Raums wollen wir anfangen aufzuräumen.

2014 Petelkau avaBernd PetelkauIm Dienste der Sauberkeit muss es im Idealfall nur einen Ansprechpartner geben. Dann ist auch klar, wen die Bürger bei Missständen informieren können und wer die Unordnung beseitigen muss.“

2014 Elster avaDr. Ralph Elster„Auf ein paar Metern Einkaufsstraße wird das Dilemma deutlich“, ergänzt Dr. Ralph Elster, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion: „Für die Straßenlaterne ist die Rheinenergie zuständig. Mülleimer leeren und Straße reinigen übernehmen die AWB. Der verbogene Poller ist Sache des Amts für Straßen- und Verkehrstechnik. Das Grünflächenamt sorgt für die Baumpflege. Und die Litfaßsäule liegt in der Verantwortung des Bauverwaltungsamts. Dieses historisch gewachsene Knäuel aus Zuständigkeit findet man in unterschiedlichen Ausprägungen überall in der Stadt. Das muss dringend einmal entwirrt und neu sortiert werden.“

Um eine Arbeitsgrundlage zu erhalten, haben CDU, Grüne und FDP nun eine Anfrage in den Rat eingebracht. Die Verwaltung soll unter anderem auflisten, wer für was auf Straßen, Wegen, Plätzen, Grünflächen oder Spiel- und Bolzplätze zuständig ist. Geklärt werden soll auch, welche Ansprechpartner den Kölnern für Anregungen zur Verfügung stehen. Und die Verwaltung soll darstellen, wie sichergestellt wird, dass die Beschwerden, die über das Bürgertelefon, über die App „Sag’s uns“ oder über die verschiedenen Hotlines stadtbeteiligter Unternehmen auflaufen, auch abgearbeitet werden.

Beispielfoto: pixabay.com

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