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Neue Politik für Köln. Aufbruch - entschlossen.

Mit diesem Leitmotiv ist Markus Greitemann am 15. Juli 2025 offiziell in den Wahlkampf zur Oberbürgermeisterwahl gestartet. Im Rahmen der Pressekonferenz stellte er seine zentralen Ziele für Köln vor: mehr Sicherheit und Ordnung, bezahlbares Wohnen, eine funktionierende Verwaltung und eine starke Stadtgesellschaft.
Anlässlich des Kampagnenstarts haben wir intern mit Markus Greitemann gesprochen – über seine Motivation, seine Erfahrungen und seine konkreten Lösungen für Köln. Ein Interview, geführt von der internen Redaktion.


Interview mit Markus Greitemann


1. Herr Greitemann, was ist für Sie aktuell die wichtigste Aufgabe in Köln?

Sicherheit und Ordnung in allen Veedeln sind Grundpfeiler einer zukunftsfähigen Stadtpolitik für Köln. Ich werde dafür sorgen, dass wir Herausforderungen wie Müll, Vandalismus und Angsträume mit einer klaren Linie bekämpfen – denn niemand soll sich in unserer Stadt unsicher oder ausgeschlossen fühlen.
Im Fokus stehen für mich eine handlungsfähige Verwaltung und eindeutige Zuständigkeiten, damit wir entschlossen gegen organisiertes Betteln, Drogenkriminalität und Vermüllung vorgehen. Mehr Ordnungskräfte, Streetworker und dezentrale Rückzugsorte für Bedürftige sind zentrale Bestandteile meines Konzepts für ein sozial gerechtes und zugleich sicheres Köln.
Als Oberbürgermeister setze ich mich mit klarer Haltung und Verantwortungsbewusstsein für eine Balance aus repressiven und präventiven Maßnahmen ein, damit Köln für alle Menschen eine sichere, lebenswerte und solidarische Stadt bleibt.


 
2. Was bedeutet bezahlbares Wohnen für Sie ganz konkret?
Bezahlbare Mieten fängt mit günstiger Bauen an. 
Bezahlbares Wohnen ist für mich keine Floskel – sondern eine zentrale soziale Frage für unsere Stadt. 
Pragmatische Lösungen, die wirklich wirken, bedeuten für mich: Wir konzentrieren uns auf das, was für bezahlbaren Wohnraum in Köln tatsächlich einen Unterschied macht. Das heißt konkret: Wir schaffen unnötige Vorschriften ab, beschleunigen Genehmigungen durch die bereits umgesetzte Digitalisierung und fördern gezielt kostengünstige und innovative Bauweisen. Statt endloser Debatten setzen wir schnell und effizient Maßnahmen um, die mehr günstige Wohnungen entstehen lassen. Mein Ziel ist es, dass alle Menschen in Köln – unabhängig von Einkommen oder Lebenslage – eine faire Chance auf eine bezahlbare Wohnung haben. Dafür braucht es tatkräftige Politik mit klarem Fokus auf funktionierende, unideologische Lösungen, die spürbare Verbesserungen für die Menschen bringen.

 
3. Die Anmietung des Kaufhofs am Neumarkt wird heftig kritisiert. Wie stehen Sie dazu?
Die Wahrheit ist: Die Stadt braucht dringend zentral gelegene Arbeitsplätze – auch, um den Service für die Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Die Anmietung war keine spontane PR-Aktion, sondern wurde gemeinsam im Verwaltungsvorstand und im Rat beschlossen – auch mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Volt. Ich stehe für Klarheit und Verantwortung – nicht für Symbolpolitik.
 
Zur Einordnung:  Diese Anmietung ist ein zentraler Baustein unserer Gesamtstrategie für ein modernes Büroflächenmanagement. Unser Ziel ist klar: Wir lösen uns von teuren und ineffizienten Einzelanmietungen und bündeln die Verwaltung an wenigen, optimal ausgestatteten Standorten. Mit flexiblen und modernen Raumkonzepten, einheitlichen Bürostandards und einer Desksharingquote von 0,7 schaffen wir attraktive und effiziente Arbeitsplätze in einem modernen Umfeld, wie dieses Gebäude beispielhaft zeigt – für motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die damit beste Bedingungen für ihre wichtige Arbeit erhalten.
 
Zu dieser ganzheitlichen Liegenschaftsstrategie gehören auch weitere Schritte wie die vom Rat beschlossene Entmietung des Stadthauses Ost und der Kauf des Gebäudes „Rossio“ in der MesseCity dazu. Nur wenn wir diese Strategie entschlossen umsetzen, kann Köln ab den 2030er Jahren insgesamt rund 75.000 Quadratmeter Mietfläche einsparen – das schafft nicht nur moderne Strukturen, sondern spart dem Haushalt jedes Jahr über 20 Millionen Euro. Wichtig zu verstehen ist auch: Jede dieser Maßnahmen ist ein Beitrag für eine effizientere, zukunftsfähige Stadtverwaltung. 
 
Klar ist auch: Der Mietpreis der ehemaligen Kaufhof-Zentrale liegt bei rund 24 Euro pro Quadratmeter, inklusive des notwendigen Umbaukostenzuschlages von 50 Millionen Euro. Diese Beschlussvorlage ist das Ergebnis intensiver Abstimmungen mit allen beteiligten Dezernaten und Personalvertretungen und wurde von der Oberbürgermeisterin persönlich unterzeichnet und im Rat eingebracht.
Mir ist wichtig: Wir gehen diesen Weg gemeinsam, transparent, und schaffen echten Mehrwert – für die ganze Stadt und für die motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung. Effizienz, Wirtschaftlichkeit und moderne Arbeitsplätze sind die Basis verantwortungsvoller Stadtpolitik für Köln.

4. Was heißt für Sie persönlich „Neue Politik für Köln“?
 
Für mich bedeutet Politik: Entscheidungen treffen statt sie auf die lange Bank zu schieben, Verantwortung übernehmen statt sich wegzuducken, und pragmatisch handeln – nicht ideologisch blockieren. Ich muss das Rad nicht neu erfinden, aber ich will, dass Köln künftig besser funktioniert. Die Schulbauoffensive der vergangenen sieben Jahre, die ich maßgeblich vorangetrieben habe, zeigt, dass es geht: Wir haben die jährlichen Investitionen von 80Mio€ auf über 400Mio€ gesteigert und schaffen es, Jahr für Jahr 10 bis 15 neue Schulen fertigzustellen.
Genau diesen Mut und diese Entschlossenheit braucht unsere Stadt an vielen Stellen. Ich will, dass Köln zu einer echten Metropole mit Ausstrahlung wird – wenn wir gemeinsam anpacken und Veränderungen mit Kraft und Pragmatismus umsetzen.

5. Verwaltung klingt für viele nach trockener Materie. Warum reden Sie trotzdem so oft darüber?
 
Weil die Verwaltung das Rückgrat unserer Stadt ist. Sie entscheidet tagtäglich darüber, ob Familien schnell einen Kitaplatz bekommen, ob Schulen pünktlich saniert werden und ob Unternehmen in Köln investieren. Wenn die Verwaltung nicht funktioniert, spürt das jede und jeder im Alltag. Ich kenne die Verwaltung von innen und habe bereits gezeigt, dass Modernisierung möglich ist – etwa beim Schulbau. Mein Ziel: Eine leistungsfähige, bürgernahe Verwaltung, die Köln nach vorne bringt und Veränderungen für alle spürbar macht.

6. Welche Rolle spielt für Sie die Wirtschaft in Köln?
 
Eine starke Wirtschaft ist die Basis für sichere Arbeitsplätze und sichert die Finanzierung von Schulen, Kitas und sozialen Angeboten. Deshalb will ich, dass Köln gezielt wirtschaftsfreundlicher wird: mit weniger Bürokratie, geringeren Strukturkosten und einer klar positiven Haltung des Oberbürgermeisters gegenüber heimischen Mittelständlern, Gründern, Investoren – und jenen, die sich für Köln als Standort interessieren.
Mir ist besonders wichtig, gut bezahlte Industriearbeitsplätze in Köln zu halten und neue zu schaffen. Wir brauchen einen echten wirtschaftlichen Aufbruch, sonst verliert Köln Anschluss und Wachstum findet anderswo statt. Dafür müssen wir gezielt Zukunftsbranchen fördern – etwa mit Clustern für Künstliche Intelligenz, Medien, Biotechnologie, nachhaltige Mobilität und Raumfahrt. Mein Ziel ist eine moderne, starke Wirtschaft mit hoher Wertschöpfung, die allen in Köln zugutekommt.

7. Wo sehen Sie den größten Handlungsbedarf bei Schulen und Kitas?
Als Baudezernent habe ich zahlreiche Schulprojekte vorangebracht, damit jedes Kind in Köln einen Schulplatz in der gewünschten Schulform erhält. Jetzt gilt es, dieses Tempo beizubehalten: Wir müssen ältere Schulgebäude zügig sanieren und schnell neue KITA-Plätze schaffen – vor allem dort, wo der Bedarf besonders groß ist. Für mich ist klar: Die Sanierung von Schulen und der Bau neuer KITAs werden, wie der Wohnungsbau, Chefsache im OB-Büro. Denn unsere Kinder verdienen echte Chancengleichheit, Verlässlichkeit und klare Perspektiven – überall in Köln.