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CDU Köln und CDU-Fraktion trauern um Alt-Oberbürgermeister Fritz Schramma

Die CDU Köln und die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln trauern um den früheren Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma. Mit ihm verliert Köln eine Persönlichkeit, die ihre Heimatstadt über Jahrzehnte politisch, gesellschaftlich und menschlich geprägt hat.

Foto: Oliver Wagner

Fritz Schramma war ein Kölner durch und durch. 1947 in Nippes geboren, studierte er an der Universität zu Köln Latein, Philosophie und Pädagogik und arbeitete viele Jahre als Lehrer und Studiendirektor. Sein politischer Weg führte ihn 1976 in die CDU und 1989 in den Rat der Stadt Köln. 1999 wurde er Erster Bürgermeister und nach dem überraschenden Tod von Oberbürgermeister Harry Blum im September 2000 zum Oberbürgermeister gewählt. Neun Jahre lang stand er an der Spitze seiner Heimatstadt.

Serap Güler MdB, Vorsitzende der CDU Köln, erklärt: „Mit Fritz Schramma verliert Köln einen Menschen, dessen Leben auf besondere Weise mit unserer Stadt verbunden war. Er kannte Köln nicht nur aus dem Rathaus. Er kannte die Veedel, die Vereine und vor allem die Menschen. Fast fünf Jahrzehnte seines Lebens waren eng mit der CDU verbunden. Er war Ratsmitglied, Bürgermeister und schließlich neun Jahre lang Oberbürgermeister unserer Stadt. Dabei blieb er immer Fritz Schramma: nahbar, humorvoll, manchmal streitbar und mit einer tiefen Liebe zu Köln. Für dieses jahrzehntelange Engagement sind wir ihm sehr dankbar.“

In Schrammas Amtszeit von 2000 bis 2009 fielen prägende Jahre der jüngeren Kölner Stadtgeschichte. Zu den besonderen Ereignissen dieser Zeit gehörten der Weltjugendtag 2005, bei dem Köln Gastgeber für junge Menschen aus aller Welt und Papst Benedikt XVI. war, sowie die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Als eine der zwölf deutschen Gastgeberstädte empfing Köln Fußballfans aus aller Welt.

Bernd Petelkau, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln, sagt: „Fritz Schramma war Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Politik war für ihn nie abstrakt. Es ging ihm um seine Stadt und um die Menschen, die hier leben. Wer ihm begegnete, merkte schnell, wie sehr ihm Köln am Herzen lag. Er hat Verantwortung übernommen, auch in schwierigen Zeiten, und sich nie hinter seinem Amt versteckt. Über viele Jahre hat er die Arbeit unserer Fraktion und unserer Stadt entscheidend mitgeprägt.“

Besonders beeindruckend war sein gesellschaftliches Engagement über die Politik hinaus. Nach dem tragischen Tod ihres Sohnes Stephan im Jahr 2001 gründeten Fritz und seine Ehefrau Ulla Schramma die Kölner Opferhilfe. Aus einem kaum vorstellbaren persönlichen Verlust erwuchs der Wille, anderen Menschen in schweren Lebenssituationen beizustehen. Für dieses Engagement wurden Ulla und Fritz Schramma 2024 gemeinsam mit dem Rheinlandtaler ausgezeichnet.

Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Oberbürgermeisters blieb Fritz Schramma seiner Stadt eng verbunden. In zahlreichen Ehrenämtern engagierte er sich für Köln, seine Kultur und die Menschen der Stadt.

Güler und Petelkau erklären gemeinsam: „Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Frau Ulla, seiner Tochter Claudia und seiner ganzen Familie. Wir werden Fritz Schramma als leidenschaftlichen Kölner, engagierten Kommunalpolitiker und als einen Menschen in Erinnerung behalten, der seiner Heimatstadt einen großen Teil seines Lebens gewidmet hat. Wir verneigen uns vor seiner Lebensleistung und werden Fritz Schramma stets ein ehrendes Andenken bewahren.“