Im Februar 2018 beauftragtes Konzept inklusive Clubkataster liegt immer noch nicht vor

Bald jährt sich der Ratsantrag zur „Integration von Kreativräumen und kulturellen Raumbedarfen in die Stadtplanung" bereits zum zweiten Mal und noch immer liegt kein Ergebnis der Verwaltung vor.

„Die Kulturverwaltung hält uns hin. 2014 Kienitz avaNiklas KienitzWir fordern seit zwei Jahren regelmäßig die Umsetzung unseres Ratsantrags vom Februar 2018, weil uns sehr viel daran liegt, kulturelle Räume in unserer Stadt zu sichern", erklären Brigitta von Bülow, Vorsitzende der GRÜNEN-Fraktion sowie kulturpolitische Sprecherin, und Niklas Kienitz, Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses: „Wir brauchen nun endlich Ergebnisse. Als wir vor fast zwei Jahren den Ratsantrag verabschiedet haben, habe wir bereits festgestellt, dass kreative Räume wie Pionierpflanzen sind. Sie erschließen sich Veedel, machen sie attraktiv und werden anschließend durch andere Arten der Stadtentwicklung verdrängt. Diese Verdrängung schreitet unaufhaltsam voran und daher muss die Verwaltung nun endlich Handlungsempfehlungen und Instrumente liefern, wie wir kreative Räume für die Musik- und Clubkultur sichern und darüber hinaus auch weiterentwickeln können."

Karin ReinhardtBrigitta von Bülow ergänzt: „Wichtige Grundlage dafür ist das Clubkataster, das uns leider auch noch nicht vorliegt. Darin sollten in Zusammenarbeit mit der IHK die aktuell genutzten Standorte der Clubszene und potenzielle Entwicklungsperspektiven aufgezeigt werden. Wir halten es durchaus für realistisch, dass ein solches Kataster bis zum Ende des ersten Quartals 2020 endlich erstellt und den politischen Gremien vorgelegt werden kann. Darauf aufbauend möchten wir Wege finden, wie die Stadt wachsen kann, ohne die kreative Mischung, die den Charme vieler Viertel ausmacht, zu gefährden. Wir sind auch weiterhin der Auffassung, dass dieser Prozess nur gelungen kann, wenn wir die Kreativen in diese Überlegungen mit einbeziehen."

Für Karin Reinhardt, die die CDU im Kulturausschuss vertritt, ist ein wichtiges Element des Antrags, die Einbeziehung von Zwischennutzungen: „Es gibt ausreichend Räume in Veedeln, die sich strukturell verändern, oder in alten Industriestätten, die für die kreative Szene interessant sein können. Solche Potenziale müssen wir nutzen und daher bestehen wir weiterhin darauf, dass die Verwaltung diese Räume identifiziert und darstellt."

Beispielfoto: pixabay.com

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