Erster gemeinsamer Maßnahmenkatalog für Köln und den Rheinisch-Bergischen Kreis

An einem normalen Werktag pendeln über 50.000 Berufstätige aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis in die Städte am Rhein – vor allem nach Köln.

Die Straßenverbindungen sind überlastet. Neue Straßen werden in den dicht bebauten Siedlungsgebieten kaum entstehen. Das heißt in der Konsequenz: Um die drängenden Verkehrsprobleme in der Region zu lösen, müssen insbesondere die Kapazitäten  auf den Schienen erweitert werden. Und die  Zubringerdienste müssen optimiert werden, damit mehr Pendler auf S- und Straßenbahnen umsteigen.

2014 Michel avaDirk MichelDas kann nur funktionieren, wenn der Rheinisch-Bergische Kreis und Köln zusammenarbeiten. Daher haben CDU und Bündnis 90/Die Grünen in Köln und im Rheinisch-Bergischen Kreis erstmals einen interkommunal abgestimmten Maßnahmenkatalog zur Optimierung der Pendlerverkehre erarbeitet. „Das ist ein neues Modell, das Schule machen sollte“, sagt Dirk Michel, verkehrspolitischer Sprecher der Kölner CDU-Fraktion: „Köln wächst, das Umland auch und damit die Verkehre – und so müssen wir die Probleme nicht nur rechtsrheinisch gemeinsam mit unseren Nachbarn angehen, sondern wollen das auch linksrheinisch so handhaben. Das Ziel muss sein, Pendlerströme intelligenter zu steuern, um einerseits Kölner Bürger vor Umwelt- und Verkehrsbelastungen zu schützen und andererseits die Pendler aus dem Umland stress- und staufreier nach Köln zu lotsen.“

Der Maßnahmenkatalog mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis ist ein erster Ansatz, der fortlaufend weiterentwickelt werden soll. Geprüft werden soll beispielsweise, ob Kapazitäten auf Schienenstrecken und KVB-Linien erhöht werden können. Mit zusätzlichen Schnellbuslinien im Rheinisch-Bergischen Kreis könnte es für mehr Pendler attraktiver werden, auf Bahnen umzusteigen. Auch bessere Park-and-ride-Gelegenheiten sollen das Umsteigen schmackhafter machen. „Das Ziel ist klar: Wir wollen die öffentlichen Verkehrsmittel schon vor den Stadtgrenzen so attraktiv machen, dass der motorisierte Individualverkehr reduziert wird“, so Dirk Michel. Langfristig sieht das Paket vor, KVB-Linien zu verlängern oder Radschnellwegeverbindungen von Bergisch-Gladbach, von Rösrath und von Leverkusen zu schaffen. Zu den beiden erstgenannten Routen gibt es bereits einen korrespondierenden Beschluss des Rheinisch-Bergischen Kreistags. CDU und Grüne in Köln sowie im Rheinisch-Bergischen Kreis werden nun ihren abgestimmten Maßnahmenkatalog als Anträge in ihre jeweiligen Gremien einbringen.

B90GRUENE CDUPRESSE

Beispielfoto: Michael Musto

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