CDU-Fraktion möchte städtisches Angebot schaffen: Attraktivität als Arbeitgeber wird gesteigert, die Mitarbeiter-Gesundheit gefördert und die Umwelt geschont

Städtische Angestellte und Beamte sollen künftig Jobräder mit der Option zur privaten Nutzung leasen können. Ein gemeinsamer Antrag von CDU; GRÜNEN, FDP und der Ratsgruppe GUT beauftragt die Verwaltung, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen.

2014 Klausing avaChristoph Klausing„Der öffentliche Sektor konkurriert allenthalben mit der Privatwirtschaft um Arbeitskräfte. Immer öfter sind auch weiche Faktoren ausschlaggebend für die Berufswahl. Mit dem Jobrad-Leasing können wir einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung attraktiver zu gestalten“, sagt Christoph Klausing, Mitglied im Vorstand der CDU-Fraktion: „Außerdem wird mit dem Jobrad ein weiterer Schritt zur Mobilitätsverbesserung und Gesundheitsförderung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getan.“

In der Privatwirtschaft gehört solch ein Angebot längst zur Standardleistung attraktiver Arbeitgeber. Bereits mehr als 200.000 geleaste Räder sind heute bundesweit auf den Straßen unterwegs. Die Weltgesundheitsorganisation hat ausgerecht, dass jeder zusätzliche Radkilometer der Allgemeinheit Gesundheitskosten in Höhe von 12,5 Cent spart. Fährt ein Mitarbeiter im Schnitt einmal pro Woche 7 Kilometer mit dem Rad zur Arbeit und zurück, spart das dem Gesundheitssystem 91 Euro. Der tatsächliche Wert liegt vermutlich deutlich höher, denn: Wer das Dienstrad erst einmal hat, nutzt es mit hoher Wahrscheinlichkeit öfter als einmal pro Woche und legt auch in der Freizeit mehr Wege mit den Rad zurück. „Wenn wir Radverkehr fördern, reduzieren wir die Ausgaben im Gesundheitswesen erheblich und schaffen zusätzlich eine höhere Lebensqualität“, stellt Christoph Klausing fest.

Auf der anderen Seite entstehen auch Kosten. Verdi hat zum Beispiel ausgerechnet, dass ein Mitarbeiter, der das Leasing-Angebot nutzt, bei 19,5 Jahren Rentenbezug auf 310,20 Euro verzichten muss. Das sind also 1,33 Euro pro Monat. „Ich finde, das ist gut angelegtes Geld, damit man 19,5 Jahre Rentenbezug als gesund radelnder Mensch überhaupt erreicht. Ein weiteres Gegenargument lautet: Das Leasing verursacht Mindereinnahmen bei der Renten- und Krankenversicherung. Doch auch hier kann ich nur erwidern, dass Ersparnisse für das Gesundheitswesen die Nachteile, die den Sozialkassen entstehen, deutlich übersteigen“, betont Christoph Klausing weiter.

Für die CDU-Fraktion ist wichtig festzuhalten, dass es jedem Beschäftigten selbst überlassen ist, ein Dienstradleasing abzuschließen. Es ist also absolut freiwillig, aber für diejenigen sinnvoll, die gerne mit dem Rad zur Arbeit pendeln möchten. Christoph Klausing: „Im Vergleich zu Auto oder ÖPNV lassen sich Kosten sparen, die Gesundheit wird gefördert, die Umwelt geschont und die Attraktivität als Arbeitgeber gesteigert. Für uns überwiegen also ganz eindeutig die Vorteile eines solchen Angebots.“

 

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