Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung von Donnerstag einstimmig einen von CDU, Grünen und FDP initiierten Beschluss für die Neubebauung der Blöcke zwischen Am Hof, Unter Goldschmied, Laurenzplatz, Marspfortengasse und Sporergasse gefasst.

2014 DeBellis avaTeresa De Bellis„Der Stadtentwicklungsausschuss verbindet mit dem Eigentümerwechsel an die Gerchgroup die Erwartung, hier ein gemischtes und urbanes Quartier zu schaffen, das einen würdigen Eingang für die Via Culturalis bildet und den Hinterhofcharakter östlich der Hohe Straße beseitigt“, sagt Teresa De Bellis, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion: „Das geplante Projekt ist wahrscheinlich die größte Neubebauung bereits genutzter Blöcke in der Altstadt seit dem Zweiten Weltkrieg. Da es sich in Sichtweite der Welterbestätte Kölner Dom und des Rathauses befindet, bedarf es besonderer Sorgfalt was Nutzung, Planungskultur, Städtebau, Architektur und Bauausführung betrifft. Man darf optimistisch sein, dass dem bereits in Köln engagierten Investor dies bewusst ist und er die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt. Dass wir uns im Erdgeschoss hochwertige Einzelhandelsnutzungen, die den Bereich beleben und aufwerten, wünschen, dürfte kein Geheimnis sein.“

Die stadtentwicklungspolitische Sprecherin der GRÜNEN-Ratsfraktion, Kirsten Jahn, betont: „Wir begrüßen ausdrücklich den angedachten Nutzungsmix aus Hotel, Wohnen, Büro und Handel. Diese kölsche Mischung gehört an diesen zentralen Ort unserer Stadt.“ Darüber hinaus stellt Kirsten Jahn heraus, dass „die Tiefgaragen sowie die Zufahrten an das heutige Mobilitätsverhalten angepasst werden müssen. Das Konzept muss so optimiert werden, dass zum Beispiel die im Radverkehrskonzept Innenstadt ausgewiesene Fahrradstraße Große Sandkaul-Marspfortengasse und Sporergasse umgesetzt werden kann.“

Ralph Sterck, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, bekräftigt seine Idee, eines „modernen Marktkonzepts mit kleinen Lebensmittel- und Gastronomieständen“. Eine städtebaulichen Studie solle prüfen, inwieweit solch ein Konzept umsetzbar wäre. „Auf zahlreichen Reisen genießen und bewundern die Kölnerinnen und Kölner moderne überdachte Märkte zur Deckung des täglichen Bedarfs und zum Verzehr der angebotenen Lebensmittel am jeweiligen Verkaufsstand. Während dies in deutschen Städten wie München und Stuttgart sowie zahllosen ausländischen Städten funktioniert, sind entsprechende Vorhaben in Köln bisher am geeigneten Standort gescheitert. Das Laurenzkarree könnte genau der gesuchte Standort für solch eine Nutzung sein“, unterstreicht Ralph Sterck die Idee einer attraktiven Markthalle.

Die Stadtverwaltung ist nun ausgefordert zu prüfen, inwieweit die Aufstellung eines Bebauungsplanes und der Abschluss städtebaulicher Verträge möglich sind, um die im gemeinsamen Antrag von CDU, GRÜNEN und FDP geforderten Ziele zu erreichen. Zugleich wird die Verwaltung gebeten, die Instrumentarien darzustellen, damit der Investor und der Entwickler verpflichtet werden können, das Bauvorhaben zu realisieren.

Foto: Beispiel für moderne Markthalle in Rotterdam

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